Freitag, 21. Oktober 2011

Schwimmbegeisterung

Wie einige vielleicht schon wissen, heißt mein Projekt für diesen Winter: Schwimmen. Heute morgen war mein vierter Trainingstag und ich bin derart überwältigt von den Fortschritten, dass ich gerne meine Lernmethode (mit)teilen möchte.
Mein Stand vor letzter Woche war, dass ich leidlich gut Brustschwimmen konnte, aber beim Kraul nach drei Zügen Wasser geschluckt habe und an eine ganze Bahn nicht zu denken war. Durch die Trainingsbibel für Triathleten war ich schon vor einiger Zeit auf die Total Immersion (TI) Methode von Terry Laughlin aufmerksam geworden und hatte mir auch das entsprechende Buch zugelegt (bei Interesse leihe ich das Buch gerne aus).
Bei TI geht es darum (in kurzer Zeit) eine Technik zu erlernen, die es erlaubt stressfrei, entspannt und sauber zu Schwimmen. Sauber bedeutet in dem Fall möglichst stromlinienförmig mit wenig Wasserwiderstand, im Gegensatz zu mehr Krafteinsatz. Die TI Technik an sich reicht um gut zu schwimmen, kann aber auch das Fundament für einen leistungsorientierten Schwimmstil darstellen.

Der zweite große Vorteil der TI Methode ist deren Vermittlung/Erlernung mit Hilfe von nur zwölf Übungen. Diese Übungen bauen aufeinander auf und konzentrieren sich jeweils auf einen Aspekt der Kraulbewegung. Dadurch kann man minutiös jedes Detail für sich üben ohne Gehirnkapazität auf den Rest der Bewegung zu verwenden, was ultimativ in Stress resultiert und Wasserschlucken zur Folge haben kann. Wenn man später das Gefühl hat, dass irgendetwas, z.B. das Vorziehen des Arms, noch nicht perfekt klappt, hat man immer die Möglichkeit zur entsprechenden Übung zurückzugehen und den entsprechenden Ablauf isoliert zu üben. Und das beste ist, es funktioniert!
Also, zusammenfassend kann ich sagen, dass TI eine (i) saubere Methode, mit (ii) einer durchdachten Anleitung ist. Wie eingangs erwähnt, habe ich vier Übungsstunden gebraucht, bis ich das Gefühl hatte ein Bahn entspannt und sauber kraulen zu können. Nachteile sehen ich kein :-)
Wenn man sich die Technik selber beibringen möchte reicht es meiner Meinung nach einmal quer durchs Buch zu blätter und Kapitel acht wirklich zu lesen. Videos sind zum Verständnis jedoch unerlässlich, doch davon gibt es eine Vielzahl im Internet.

4 Kommentare:

kamikitty hat gesagt…

Hm, vielleicht versuche ich mich mit der Anleitung doch noch mal am Schwimmen - Technik in einzelne Teile zerlegen, so dass man sich darauf konzentrieren kann klingt gut.

Michael hat gesagt…

Uaaaa, immer wieder versuche ich es mit dem Wasser. Aber es will nicht mit mir. Nicht mein Element. Gar nicht. Aber: never give up. Ich probier das auch mal....

Jens hat gesagt…

Also, falls jemand Lust auf eine gemeinsame pool session hat, einfach Bescheid sagen. Ich werde auch nochmal alle Übungen durchgehen und an der Technik feilen.

Hier ist übrigens noch eine ganz ausgezeichnetes Video, dass Sun Yang bei seinem 1500m-WR zeigt. Seine Technik ist der des TI nicht unähnlich. Er gleitet sehr lange, starke Rotation, relativ niedrige Zugfrequenz, aber extreme Zuglänge, dazu sehr hoher Ellbogen. Außerdem interessant: der Sechser Beinschlag, der ein 1-2-3-4-5-6 Rhytmus mit starkem Rotationskick (1 und 4) und eher schwachem Zwischenschlag ist. Ich selber mache nur einen Zweier, also nur auf die Rotation.

Ich glaube ich gehe jetzt noch mal schnell ins Schwimmbad :-)

Jens hat gesagt…

Hier jetzt wirklich das
Video.